Radball

Herzlich Willkommen auf unserer Hompage.

Hier finden Sie Informationen über unsere Randsportart, die einmalig im Elbe-Elster-Kreis (Süd-Brandenburg)ist.
Wir trainieren in der Sporthalle der Grundschule Finsterwalde-Süd (Kantstr.1) immer Freitags von 20:00-22:00 Uhr.

Radballregeln finden Sie hier!

Was ist Radball?

“Eines Tages lief mir ein kleiner Hund vors Rad, rasch hob ich das Vorderrad und beförderte damit den Mops, so sanft es ging, aus dem Wege – mich vor einem Sturz und das Tier vor Verletzungen rettend.“ erinnert sich N. E. Kaufmann, der berühmte amerikanische Kunstradfahrer. Dieses Zufallskunststück präsentierte der Radakrobat erstmalig im Washingtonring seiner Heimatstadt Rochester. Als Mopsersatz nahm er einen Poloball und als Spielpartner den Kunstradfahrer J. Featherly, und schon sprach man von der Geburtsstunde des Radballs. Am 14. September 1893 wurde, damals noch auf Hochrädern, in den USA das erste mal Radball gespielt. Der Sport wurde alsbald populär und kam nach Europa und Asien. Heute ist er längst nicht so populär wie Fußball oder Basketball, dennoch wird diese Saalradsportart überwiegend in Europa betrieben.
Beim Radball versuchen zwei Teams einen (mit Pferdehaaren gestopften, 17-18cm großen und 500-600g schweren) Stoffball in das gegnerische Tor zu schlagen, was dann mit einem Punkt bewertet wird. Der Ball wird nur durch Schläge mit dem Rad ohne Benutzung von Händen und Füßen gespielt. Das Feld ist 14m x 11m groß und wird mit 30cm hohen Schrägbanden umrandet. Beim Zweierradball gibt es einen Feldspieler und einen Torwart, wobei diese beiden ständig untereinander während des Spiels wechseln können. In den halbkreisförmigen Zweimeterkreis darf jeweils nur ein Spieler beider Mannschaften hinein, wenn sich auch der Ball darin befindet. Zum Spiel benötigt man also vier Spieler, einen Schiedsrichter, einen Ball und zwei Tore.



Chronik

Am 1.Februar 1952 wurde die Sektion Radsport in der damaligen Betriebssportgemeinschaft "Motor Finsterwalde Süd „gegründet. Nach den ersten Erfolgen im Straßenradsport erweiterte der damalige Sektionsleiter Hans-Dieter Reichert, am 1.März 1959, die Sektion um die Saalsportart "Radball". Zu den Initiatoren gehörten auch die Sportfreunde: A.Klose, G.Schmoranzer, G.Langnickel, U.Gnosa, C.Robitz, W.Maier, K.-H.Schmidt und H.Schmidt. Schon im Jahr 1960 nahmen ein Jugend- und eine Männermannschaft am Punktspielbetrieb im Bezirk teil. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Schulen gab es keine Nachwuchssorgen und so konnte der Verein 1966 schon 8 Mannschaften beim Punktspielbetrieb im Bezirk melden. In diesem Jahr erkämpfte die 1.Schülermannschaft mit H.J.Schmidt und W.Reichert den ersten Bezirksmeistertitel im Radball für Finsterwalde, was 1980 nur noch einmal durch H.-J.Nebur und Uwe Mende gelang.
Die am 12.Januar 1961 gegründete Unterabteilung "Radpolo" machte den Hallenradsport Finsterwalde in der damaligen DDR in späteren Jahren republikweit bekannt. Der Trainer H.D.Reichert wurde mit den Damen, der Jugend und den Schülern 18-mal DDR-Meister und 1990 sogar gesamt Deutscher Meister, was ihm später auch den Titel des "Meister des Sports" einbrachte. Durch den Wechsel der Sporthalle und den damit verbundenen geänderten Trainingszeiten dezimierte sich die Anzahl der Aktiven Polospielerinnen extrem, so dass nach 34 Jahren erfolgreicher Arbeit die Unterabteilung "Radpolo" am 30.04.1995 aufgelöst wurde. Allerdings gab es wieder eine erstarkte Radball-Abteilung mit 2 Schüler- 1 Junioren- und 3 Männermannschaften.
So konnte die Juniorenmannschaft, mit Carsten Dobs / Marcus Schwarz, in der Saison 1098/99 den Vizemeistertitel im Land Brandenburg stellen.
Im Jahr 2003 fand ein Umformieren der Männermannschaften statt: Finsterwalde 1 Uwe Mende / Carsten Dobs, Finsterwalde 2 Ivo Bertalan / Marco Zschummel und Finsterwalde 3 Kai und Uwe Stahn. Gleich im ersten Jahr gelang der 1. Männermannschaft der Aufstieg in die Verbandsliga Brandenburg. Im Folgejahr wurden die Schüler- und Juniorenmannschaften auf Grund von Wegzug und Lehre aufgelöst.
Die 2. und 3. Mannschaft nahmen in den folgenden Saisons regelmäßig an den Relegationsturnieren zur Verbandsliga teil, jedoch der Aufstieg blieb ihnen verwehrt.
Nach 6 Jahre Verbandsliga gelang der 1.Finsterwalder Mannschaft 2009 der Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes Brandenburg. Seit Bestehen der Abteilung spielt das erste Mal eine Männermannschaft in der Oberliga.
Mit Stephan Schrey und Rene Zajic kam auch ein 4.Finsterwalder Team zum Spielbetrieb hinzu, welches die Landesliga verstärkt. Somit spielen also ab der Saison 2009/10 drei Mannschaften in der Landesliga.